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[Test] - Ys: Memories of Celceta


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Dem ein oder anderen dürfte Ys als Spielreihe sicher bekannt sein. Allerdings ist Ys: Memories of Celceta kein ganz neuer Titel, denn das Spiel erschien bereits 2012 für die Playstation Vita in Japan. Nun wagt es sich auf die Playstation 4, allerdings nicht in komplett neuem Gewand. Es handelt sich um einen Port und so sind einige Texturen und Ränder nun schöner und schärfer, aber an sich ist es noch das Vita Spiel.

 

Gleich vorab, das fällt natürlich auf. Schon beim ersten Eintauchen in die Welt fallen einem die veralteten Grafiken auf. Wer alte Spiele liebt und wem Grafik nicht am allerwichtigsten ist, den erwartet eine spannende Zeit und viel Spielspaß.

 

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Der Serie treu bleibend, verfolgen wir das Abenteuer vom jungen Adol Christin. Ihm dürstet es danach die Welt zu erkunden und all ihre Wunder mit eigenen Augen zu sehen. Allerdings lief diese Mal wohl etwas schief. Wir sehen unseren jungen Helden verwirrt und am Ende seiner Kräfte durch das Städtchen Casnan wandern und kollabieren. Nachdem er im Wirtshaus etwas aufgepäppelt wurde, trifft er auf jemanden, der ihn kennt: Duren. Er ist ein Informationshändler und beauftragte Adol damit, herauszufinden, wie es im großen Wald (the Great Forest) so zu geht. Nur wenige kommen von dort lebend zurück, da er von blutrünstigen Monstern bewohnt wird. Er ist erstaunt, dass Adol es lebend herausgeschafft hat, aber zu welchem Preis? Sein Gedächtnis ist dabei verloren gegangen und er weiß nicht mehr, wer er ist oder was bisher passiert ist.

 

Das kann man natürlich nicht so akzeptieren und nachdem der Auftrag der Regierung reinflattert, dass es gilt den Wald zu kartografieren und ihm endlich seine Geheimnisse zu entlocken, beschließen Duren und Adol sich dieser Reise anzunehmen und vor allem dabei die verlorenen Erinnerungen zurückzuholen.

 

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Das Action RPG von Nihon Falcom bietet verschiedenen Möglichkeiten seine Truppe zusammenzustellen. Zum Ende des Spiels hin hat man, einschließlich dem Protagonist, sechs Charaktere in der Gruppe und jede kommt mit speziellen Fähigkeiten daher. Neben den Hauptaktionen: Angriff, Verteidigung und Ausweichen, erlernt jede Figur eigene Fähigkeiten beim Aufleveln und jeweils vier davon können für den Kampf ausgewählt und auf eine Tastenkombination gelegt werden. Dies verbrauchen SP, welche man durch Angriffe im Kampf erhalten kann. Zusätzlich gibt es den Extra Skill. Auch hier hat jeder Mitstreiter seine eigene starke Extra Fähigkeit, für die man Extra SP sammeln muss, um ihn nutzen zu können. Doch das war noch nicht alles, denn jeder bringt noch sein eigenes Talent mit, das einem auf der Reise hilft. So kann Duren bestimmte Truhen öffnen oder Frieda eine Giftbarriere mit Hilfe von Eismagie versiegeln.

 

Auf seiner Reise sammelt man neben Erinnerungen auch Artefakte. Auch diese sind hilfreich in unverzichtlich in bestimmten Situationen, wenn man im Spiel vollenden will. So erlauben sie der Gruppe zu schrumpfen, um auch in kleinste Eingänge zu kommen, unter Wasser zu tauchen, mit voller Geschwindigkeit steilste Anstiege zu bewältigen oder aber auch in Dungeons automatisch zu heilen. Automatische Heilung während dem Stillstehen ist außerhalb von Dungeons aktiv und lässt ein Geld sparen, das man sonst in Tränken investiert hätte. Das ist gut so, denn Geld gibt es hier nicht im Überfluss, wenn man gut ausgerüstet sein will. Die Waffen- und Rüstungs-Drops sind eher gering und auch die Schatztruhen halten oft nur Items wie Tränke oder Accessoires bereit. Man ist auf das Angebot in den Shops angewiesen und das ist nicht immer ganz billig. Hinzu kommen weitere Shopangebote wie die Herstellung von Accessoires, Edelsteinen und Tränken und das Verstärken von Waffen und Rüstung. All das kostet seine Taler und Ressourcen, wenn man es komplett nutzen möchte, aber in einen totalen Engpass kommt man nicht, wenn man mit Bedacht investiert und herstellt.

 

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Ys bietet eine bunte Welt mit toller musikalischer Untermalung. Sie unterstreicht die Stimmung der verschiedenen Orte und Situationen sehr gut und ist vor allem einprägsam. Audiomäßig kann man sich also nicht beschweren, auch da man die Wahl zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe hat, wohingegen der Text nur auf Englisch angeboten wird.

 

Einprägsam ist auch die Grafik, nur leider nicht immer positiv. Das Charakterdesign ist sehr gut und die Figuren strahlen ihre verschiedenen Persönlichkeiten vollends aus. Schon auf einen Blick kann man sie gut einschätzen und irgendwie wachsen einem alle nach und nach ans Herz, denn obwohl man nur 3 Figuren in der aktiven Truppe haben kann, leveln auch diejenigen auf der „Warteliste“ mit und in Sequenzen interagieren alle zusammen als Truppe und jeder steht nach und nach mal im Rampenlicht oder gibt sein Kommentar dazu.

 

Die Sequenzen, die man sieht, wenn man eine neue Erinnerung gefunden hat, sind leider ein ständiger Wechsel zwischen 2D und 3D, was eher unschön ist. Auch wenn es kein voll animiertes 2D ist (eher Stop Motion), wäre das durchgängig schöner gewesen oder zumindest generell eine einheitliche Stilrichtung.

 

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Obwohl die veraltete Grafik durchaus ihren Retrocharme aussprüht, muss man sich natürlich auf klobigere Modelle und reduzierte Effekte gefasst machen. Insgesamt findet man schnell rein und viele Dinge sind dennoch sehr schön und detailliert dargestellt, aber andere reißen dann eher raus und fallen negativ aus. So konnte ich mich mit den Katzenmodellen nicht anfreunden, während andere Tiere ganz gut dargestellt wurden.

 

Wasser fließt auffällig in die falsche Richtung und Wasserfälle biegen sich wie Teppiche.

Natürlich muss man berücksichtigen, dass Ys schon ein paar Jährchen alt ist und eigentlich für einen Handheld konzipiert wurde, wobei natürlich mit der Playstation Version nun eigentlich mehr möglich gewesen wäre. Wessen Fokus nicht auf der aktuellsten Grafik liegt, der wird mit einer Menge Spielspaß belohnt. Zusätzlich gibt es in den verschiedenen Siedlungen auch Quests, die man absolvieren kann. Diese geben einem nützliche Items oder Geld als Belohnung, bieten zu Ende hin aber auch ein neues Feature an: das Schmieden von antiken Waffen.

 

 

 

 

Infos
Ys: Memories of Celceta
Ys: Memories of Celceta Packshot
Publisher: XSEEDgames
Entwickler: Nihon Falcom
Zusammenfassung
Alles in allem ein solides Spiel, dass wirklich Spaß und süchtig nach mehr macht und daher wärmstens von uns empfohlen werden kann. Wer sich an der veralteten Technik nicht stört, findet hier eine lang vergessene JRPG-Perle.
Positiv
  • Enormer Umfang
  • Musikalische Untermalung
Negativ
  • Veraltete Grafik
  • Wechsel zwischen 2D und 3D wirkt inkosistent
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