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Feminist Frequency - Anzahl weiblicher Protagonisten in Videospielen dieses Jahr so hoch wie noch nie


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In einer Untersuchung von Feminist Frequency, einer Non-Profit-Bildungsorganisation, wurden die Geschlechteranteile von Protagonisten in Videospielen, welche auf der E3 vorgestellt wurden, untersucht. Diese Untersuchungen führt die Organisation, welche von Anita Sarkeesian gegründet wurde, schon seit einigen Jahren durch und vergleicht die Zahlen und ihre Entwicklung langfristig.

 

Auch in diesem Jahr wurde also eine solche Untersuchung durchgeführt, und die Ergebnisse lassen eventuell auf eine Wende schließen bezüglich der männlichen Dominanz bei Hauptcharakteren in Spielen:

 

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So kamen in den vorgestellten Spielen auf der E3 2020 mit 18% so viele weibliche Protagonisten vor, wie noch nie zuvor in den letzten fünf Jahren, also seit Beginn dieser Untersuchung. Die Anzahl hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt und verdreifacht. Es bleibt abzuwarten, inwiefern es sich um einen statistischen Ausreißer oder um einen langfristigen Trend handelt.

 

Findet ihr die Ergebnisse interessant? Seht ihr da einen langfristigen Trend oder ist es nur ein Einzelfall? Interessiert euch überhaupt, welchem Geschlecht man den Hauptcharakter zuordnen kann? Präferiert ihr bei freier Wahl euer eigenes Geschlecht, ist es situationsabhängig oder wählt ihr sogar mit Absicht immer das andere Geschlecht (so wie ich :P)? Schreibt doch eure Gedanken hier in die Kommentare!

 

Quelle

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vor 3 Minuten schrieb Roxas1997:

Findet ihr die Ergebnisse interessant? Seht ihr da einen langfristigen Trend oder ist es nur ein Einzelfall? Interessiert euch überhaupt, welchem Geschlecht man den Hauptcharakter zuordnen kann? Präferiert ihr bei freier Wahl euer eigenes Geschlecht, ist es situationsabhängig oder wählt ihr sogar mit Absicht immer das andere Geschlecht

Interessant finde ich, dass diese politsch motivierte Diskussion sich bis in die Spielebranche gezogen hat.

Ich habe kein Problem mit weiblichen Characteren, nur ist mir diese Frauenquote etwas suspekt.

 

Ich meine, wenn ein weiblicher Character zu einem Game passt oder drauf aufbaut, ok, aber das man zwingend immer öfter Frauen in ein Game implementieren muss, nur damit sich keiner auf den Schlips getreten fühlt, ist schon ...gewöhnungsbedürftig.

 

Ich wähle eigentlich immer den männlichen Character, wenn ich die Wahl habe.

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vor 4 Minuten schrieb Devian:

Interessant finde ich, dass diese politsch motivierte Diskussion sich bis in die Spielebranche gezogen hat

 

Finde ich auch und deswegen finde ich das schon zu stark aufgezwungen in den Spielen. Passte für mich z. B. überhaupt nicht zu Battlefield. 

 

 

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Ich mag diese "Frauenquoten" nicht. Die scheinen mir erzwungen. Wenn es passt, dann kann das gerne so sein... hab nix gegen Lara Croft, Eloy und Co. für mich spielts wirklich keine Rolle.

 

Erst wenn man aus James Bond eine Frau machen will, dann wirds für mich diskussionswürdig.

 

Bei freier Wahl tendiere ich allerdings zu männlichen Charakteren, da fällt mir die Identifikation leichter. Meine feminine Seite muss erst noch zum Vorschein kommen, denke ich.

 

 

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Tendiere fast immer zur weiblichen Rolle.

Warum? Kein Ahnung. Macht mir mehr spass als mit nem Typen durch die Gegend zu rennen.

Eine Quote brauche ich auch nicht. Es muss zur Geschichte passen.

Alles andere sollte dabei dann nebensächlich sein.

 


Zur Not gibt es ja massig Spiele in denen man seinen Char frei erstellen kann.

 

Hatte Ubisoft nicht letztens angemerkt das sich Spiele mit weiblichen Hauptcharakteren nicht so gut verkaufen?

Scheinbar sehen das nicht alles so. Gut!

 

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Wenn ich die Wahl habe, wähle ich den männlichen Charakter (bei 1st person) und den weiblichen Charakter (bei 3rd person). Dass es zunehmend weibliche Protagonisten gibt, finde ich einerseits gut, weil es in vielerlei Hinsicht den Entwicklern ganz andere Möglichkeiten bei der Charakterentwicklung hinsichtlich Story etc. gibt.

 

Aber was ein rotes Tuch für mich ist, sind vom Charakter her eigentliche Männercharaktere mit Brüsten. Wie @Bottlethrower schon sagt, braucht es keine Soldatinnen, die mit coolen Macho-Sprüchen um sich werfen oder Charaktere der reinen Quote wegen. Das soll ganz bestimmt nicht heißen, dass alles mit weißen Männern besetzt wird. Aber es muss stimmig sein und soll nicht aufgezwungen wirken. Hier gab es in der vergangenen Generation ganz tolle Beispiele, wo das perfekt umgesetzt wurde, z. B. HZD oder TLoU2.

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Sehe das wie die Vorredner hier, bitte keine Quote sondern einfach einen zur Story passenden Charakter. So lange der Background schlüssig ist, ist mir dann egal ob ich eine Frau, einen Kerl, ein Transwhatever spiele.

Wenn es passt einfach die Wahl lassen oder die Festlegung auf ein Geschlecht in der Geschichte begründen, fertig.
 

vor 10 Minuten schrieb monthy19:

Hatte Ubisoft nicht letztens angemerkt das sich Spiele mit weiblichen Hauptcharakteren nicht so gut verkaufen?

 

Nicht Ubisoft generell, sondern der damalige zuständige Creative Officer Hascoet war der Meinung Frauen ziehen nicht als Charaktere. Geplant war war von den Gamedesignern ja für Sydicate ein 50/50 zwischen beiden Charakteren, bei Origins dass Bayek stirbt und man seine Frau weiter spielt und bei Odyssey, dass man nur Kassandra spielt. Hat Hascoet halt immer abgelehnt und ändern lassen.

Hat man bei Odyssey scheinbar auch manchmal gemerkt, dass die Konversationen ursprünglich für sie geschrieben waren. Glaube zumindest dazu mal ein Video auf Yt gesehen zu haben.

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Ich finde es äußerst schwierig, wenn hier direkt von einer politisch motivierten Agenda gesprochen wird, nur weil man Frauen in Spiele integriert. Im Jahr 2020 gibt es so viele weibliche / trans-Spielerinnen, dass hier Repräsentanz einfach immer wichtiger wird. So wie (anscheinend) viele Männer hier Männer wählen oder erstellen, wenn sie die Möglichkeit haben, ist es im Umkehrschluss doch genauso wichtig eben jene Möglichkeit für Frauen anzubieten. In dieser Hinsicht finde ich das also wunderbar und genau richtig. Auf der anderen Seite sehe ich da weniger Politik als solche, sondern Gewinnmaximierung. Frauen sind eine tolle Zielgruppe, der man doch auch gerne das Geld aus der Tasche ziehen möchte. ;)

 

In manchen Fällen wirkte es bisher tatsächlich etwas aufgezwungen (Battlefield war dann leider ein gutes Beispiel für reines Marketing), aber im Großteil aller Fälle eben nicht. Zumindest meiner Meinung nach. Egal ob Aloy, Kassandra (die um gefühlt tausend Prozent besser geschrieben ist als ihr männliches Pendant), Lara (seit dem Reboot), Jesse McFayden (Control), Ellie, Abby, Kamala Khan oder Evie Frye (AC: Syndicate), das waren wunderbar rund geschriebene Charaktere und Videospielfiguren, die ich nicht mehr missen möchte und welche die entsprechenden Serien oder Genres im Endeffekt mitunter sogar ein gutes Stück vorangebracht haben. (Nicht durch die Implementierung weiblicher Figuren, sondern in Form des Produkts, welches sie repräsentierten).

 

Ich meine das jetzt auch nciht als Angriff auf einen der Vorposter, aber ich sehe den "Quoten-Reflex" sehr oft in diesem Zusammenhang als Erstkommentar. Was wären denn Beispiele für schlechte Integration weiblicher Charaktere in Videospiele, bei denen man (anscheinend?) merkt, dass sie nur der "Quote" wegen da sind? Das interessiert mich ehrlich (Battlefield hatten wir ja schon).

 

Ich dachte noch niemals bei einem Spiel "Warum muss das denn eine Frau sein, das passt ja gar nicht?" oder "Warum ist das denn ein Mann?". Mir persönlich ist es auch vollkommen egal, da ich beide Geschlechter gerne Spiele und in Rollenspielen erstelle. Habe ich die Wahl entscheide ich letztlich nach einer spontanen Laune. Aber meine Wenigkeit wird ja auch wirklich "überrepräsentiert".

 

Edit: Wie gesagt, kein Angriff, auch wenn es sich stellenweise so lesen mag. Sondern mehr Aufgreifen, also ein "Aufgriff" :D

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vor 8 Minuten schrieb Daniel Bubel:

Ich dachte noch niemals bei einem Spiel "Warum muss das denn eine Frau sein, das passt ja gar nicht?"

 

Ich selbst stelle mir wenn ich diesen Gedanken habe (und ja auch ich habe ab und an diesen erwähnten Reflex) die Frage, ob ich meinen eigenen Vorurteilen aufgesessen bin. Denn auch eine Frau kann z.B. mit Machosprüchen um sich werfen oder alles andere machen, dass sonst eher männlichen Rollen zugeschrieben wird. Was nicht heißen soll, es muss erzwungen werden.

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Ich als kleine wunderschöne Elfe finde das ganze schon sehr sexistisch und fühle mich gekränkt. Meine Artgenossen werden in der Spieleindustrie überhaupt nicht wahrgenommen und somit fehlt mir jeglicher Bezug zu den meisten Protagonisten, darum fordere ich eine Elfenquote, alles andere wäre sexistisch von euch schwarzen und weißen Frauen und Männer.

 

 

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vor 10 Minuten schrieb Red Sun King:

Naja, Quiet in MGS V war noch so ein Fall. Ein Charakter, geschaffen rein aus sexistischen Gründen. Für diesen Zweck passte es objektiv gesehen natürlich, dass sie eine Frau war, aber das war mehr als unnötig.

 

Uh! Ja, schwierig. Da war die Repräsentanz natürlich reines der Fanboy braucht sexy "Ich atme durch meine nackte Haut"-Futter. Fragwürdige Objektifizierung der Ästhetik willen. Aber ob sie damit einen Quotenanspruch erfüllt, weiß ich nicht.

 

Fühlt sich irgendwie nach einem anderen Thema an, zumal es hier ja auch um Protagonisten ging. Quiet war ja - dummerweise - eine Alternativbegleiterin zum ... Hund... ;)

 

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Gerade eben schrieb Roxas1997:

Wat? 😅😂

 

War mehr als Gag gemeint. Kann mich an die genauen Abläufe nicht erinnern. Aber ich meine, dass Snake entweder Quiet als Gehilfin dabei haben konnte oder seinen Diamond Dog. Aber es gab da glaub auch noch andere Möglichkeiten, deshalb nicht ganz so ernst nehmen... :D

 

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vor 25 Minuten schrieb Sienanntenihn Mücke:

 

Ich selbst stelle mir wenn ich diesen Gedanken habe (und ja auch ich habe ab und an diesen erwähnten Reflex) die Frage, ob ich meinen eigenen Vorurteilen aufgesessen bin. Denn auch eine Frau kann z.B. mit Machosprüchen um sich werfen oder alles andere machen, dass sonst eher männlichen Rollen zugeschrieben wird. Was nicht heißen soll, es muss erzwungen werden.

 

Das ist auch ein guter Punkt.

 

Übrigens bin ich in der Hinsicht auch nicht frei von Vorurteilen. Weder gegenüber Männern noch Frauen. So gar nicht, die sind mitunter viel zu tief verwurzelt. Derer wird man sich ja auch zumindest manchmal bewusst und kann sie dann hinterfragen. Das ist absolut richtig :)

 

Bei Videospielen sehe ich es aber meist (!) glücklicherweise aus dieser gewissen Distanz. Es ist nur ein Spiel, also egal ob Mann, Frau, grüner Außerirdischer oder blauer Roboterkönig aus dem Sektor Gamma-3. Solange es stimmig erzählt wird, oder einfach zum Gameplay passt...

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vor 1 Minute schrieb Bottlethrower:

 

Sorry, aber das geht überhaupt nicht klar!! 

 

Immer wenn ich solch einen als Hauptcharakter auswählen kann, ist für mich das Spiel gestorben. 

 

Gut, da kann ich dich immerhin verstehen. Blaue Roboterkönige aus dem Sektor Gamma-3 haben eine fragwürdige Hintergrundgeschichte. (Genozid der Alpakallamas und so).

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Manche Spiele funktionieren nur mit weiblichen Figuren, manche nur mit männlichen.
Und manche Spiele wie Karate sollten eine 50/50 Mischung haben.

 

Allgemein juckt mich das aber überhaupt nicht ob ich nun als Mann oder Frau durch ein Spiel laufe.
Nur kleine 10 jährige Kinder mit fragwürdigen Posen, Klamotten, Anspielungen und einem Profileintrag
es sei angeblich 19 möchte ich in keinem Spiel sehen.

 


Im richtigen Leben sollte nach Qualifikation beurteilt werden, nicht nach einer Quote die
irgendwelche Feministen wollen. Virtuell ist mir egal wo die Polygon Figur ihre Beulen hat.

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Die Entwickler sollten einfach das machen wozu sie Lust haben.

Wenn es gezwungener maßen ist, dann kann man das meist vergessen.

 

Ich persönlich urteile nicht nach Männlein oder Weiblein.

Kann beides gut sein, aber auch doof.


Davon mal ab das ich der Beste bin und an mich... ach lassen wir das :D 

 

so gehe jetzt WoW zocken. Schurke, weiblich :D 

 

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@Ritti1987 es geht um angekündigte Spiele, nicht Releases...

 

vor 3 Stunden schrieb Roxas1997:

wurden die Geschlechteranteile von Protagonisten in Videospielen, welche auf der E3 vorgestellt wurden, untersucht.

 

Keine Ahnung, was da alles vorgestellt wurde und auch nicht den Drang das jetzt zu recherchieren ;)

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Ist denn bei einem Videospiel nicht alles auf eine weise "erzwungen"?
Wer sagt mir denn dass ein Entwickler nicht auf einen Männlichen charakter setzt, wegen "äußerer umstände"?

Man muss ja bedenken dass wir in einer Gesellschaft leben die leider Frauen noch immer recht problematisch behandelt egal was diese tun.
Insofern fängt es ja da schon an, was die frage aufwirft ob es nicht von anfang an eher erzwungen ist wenn ein Spiel einen männlichen Hauptcharakter hat, nur weil es dann weniger zum abkämpfen gibt.
Denn was ist denn, wenn man einen Weiblichen Hauptcharakter in einem film oder spiel hat? Meist ist das für viele ja schon politisch usw aus prinzip.
Die bloße Existenz eines Weiblichen charakters der eine wichtigere rolle spielt, ist meist für viele schon von Grund auf ein problem.
Wo beginnt dieses "erzwingen"?
Bei Horizon fanden es doch auch leute problematisch dass man einen Weiblichen charakter hat, obwohl das projekt von anfang an darauf aufgebaut war.
Ist es dann schon erzwungen wenn ein entwickler am ersten tag die idee in den raum wirft: "Hey lasst uns ein adventure mit einem Weiblichen charakter machen?"

Es ist ein vielschichtiges Thema dass hohe wellen wirft und viel mit einbezieht.

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Eine starke und selbstsichere Frau macht auf mich mehr Eindruck als jeder mit Muskeln bepackter Superheld Typ.

 

Ich denke, dass es auch an der meist männlichen Domäne im Bereich der Spieleentwicklung liegt und das vor Allem auch bei der Ebene der Entscheider der Großteil männlich ist.

Dieser Einfluss ist natürlich dann auch enorm auf ein Projekt und auch deshalb hat man meist männliche Charaktere in den Spielen.

 

Der Anteil der Frauen in diesem Berufszweig steigt aber kontinuierlich. Von daher wird es wohl auch früher oder später mehr weibliche Charaktere oder Heldinnen geben.

Da bin ich sicher.

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