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Der POLITIK-Talk [Unmoderiert]


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Der POLITIK-Talk

Zum Teil unmoderiert

 

Willkommen auf dem politischem Unterforum auf PlayStation-News.de, in dem ihr euch alle über politische Themen unterhalten könnt. Hier kann ausgiebig über alles diskutiert werden, was euch in der Welt bewegt.

 

Dabei wird dieses Unterforum nicht in vollem Maße durch unsere Mitarbeiter und Moderatoren moderiert. Bei politischen Themen kommt es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten und jeder soll ja auch seine Meinung kundtun. Von Beleidigungen und ähnlichem ist trotzdem ausdrücklich abzusehen. Wer hier über die Stränge schlägt, kann durchaus weiterhin dauerhaft gesperrt werden. 

 

Diskutiert gerne, teilt eure Meinung mit, aber bleibt weiterhin immer höflich und freundlich zueinander.

 

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Adrenochrom! Danke für die Auffrischung. Diesen Dünnpfiff hab ich ja komplett verdrängt gehabt! Fantastisch, wozu der menschliche Geist in der Lage ist... 

 

Oh, und vergessen wir die Klassiker der Moderne nicht: Chemtrails und die nicht vorhandenen Friedensverträge nach dem 2. Weltkrieg zwischen Deutschland und den Siegermächten. 

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vor 20 Minuten schrieb wolverine:

@Roxas1997 & Arun: Die Vakzine kommen in wiederverwendbaren Glasampullen, aus denen Bierflaschen für die Marke Corona gemacht wird.... was wird man aus dem nuklearen Abfall? Verstrahltes Grundwasser, mit dem dann Bier gebraut wird? Najaaaa.... ;) 

Ach @wolverine, wissenschaftlich ist die Situation, wie gefährlich Radioaktivität eigentlich ist, ziemlich klar. Und bis auf Deutschland scheinen das auch alle zu verstehen.

 

Und wer spricht von Grundwasserkontamination? Natürlich soll der Müll verantwortungsvoll gelagert werden. So wie in unseren vier bereits existierenden Endlagern auch.

 

Bitte was, Deutschland hat Endlager, fragt ihr euch gerade verwundert? Und dann sogar noch vier? Natürlich. Was denkt ihr, wo der ganze hochtoxische Müll aus Industrie, Medizin usw. landen, den wir für unser Daily Life produzieren? Darunter so lecker Stoffe wie Arsen, Quecksilber, Furan, Dioxin, Zyanid...

Man nennt die Lager dafür aber, wieso auch immer, nicht Endlager, sondern Untertagedeponien. Spannender Euphemisms, wenn man bedenkt, dass die oben genannten Stoffe bis auf Weiteres (ergo: bis in alle Ewigkeit) toxisch bleiben.

 

EDIT: Hier noch ein Link zu Herfa-Neurode - die weltweit größte Untertagedeponie der Welt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Untertagedeponie_Herfa-Neurode

 

Hingegen geht von radioaktivem Müll genau dann die größte Gefahr aus, wenn er bereits in kurzer Zeit verstrahlt. Die ständig beschworenen "Millionen von Jahre" betreffen also den Müll, der so schwach strahlt, dass die Strahlungsexposition keine akute Gefahr ist, sofern man das einfach ordentlich lagert. So wie anderer Giftmüll auch, den man ja genauso wenig im Grundwasser haben will.

 

Eine finnische Studie hat sogar, gesetzt dem Fall, dass das Material in einem Endlager austreten sollte, die Strahlungsexposition für die Bevölkerung, die eine Stadt direkt über dem Endlager baut und sich ausschließlich regional ernährt, ausgerechnet. Ergebnis: Aufgenommene Strahlungsmenge für ein ganzes Jahr: Der Betrag von zwei Bananen, oder auch 0,0003 Millisievert. Diese enthalten nämlich auch dass radioaktive Isotop Potassium-40. Die natürliche Strahlung, die ein Mensch täglich aufnimmt, beträgt das Hundertfache. Der Mensch selbst hat ebenfalls radioaktive Isotope in seinem Körper, was ihn 280 Mal so radioaktiv als eine Banane macht.

 

Es bedarf einfach mehr Aufklärung zu Radioaktivität, zum aktuellen Stand der Forschung bei Kernenergie. Alle plappern doch nur nach, was ihnen Greenpeace & Co in den letzten Jahrzehnten vorgekaut haben. Das ist aber weit entfernt vom wissenschaftlichen Konsens.

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vor 9 Minuten schrieb Roxas1997:

Ach @wolverine, wissenschaftlich ist die Situation, wie gefährlich Radioaktivität eigentlich ist, ziemlich klar. Und bis auf Deutschland scheinen das auch alle zu verstehen.

 

Und wer spricht von Grundwasserkontamination? Natürlich soll der Müll verantwortungsvoll gelagert werden. So wie in unseren vier bereits existierenden Endlagern auch.

 

Bitte was, Deutschland hat Endlager, fragt ihr euch gerade verwundert? Und dann sogar noch vier? Natürlich. Was denkt ihr, wo der ganze hochtoxische Müll aus Industrie, Medizin usw. landen, den wir für unser Daily Life produzieren? Darunter so lecker Stoffe wie Arsen, Quecksilber, Furan, Dioxin, Zyanid...

Man nennt die Lager dafür aber, wieso auch immer, nicht Endlager, sondern Untertagedeponien. Spannender Euphemisms, wenn man bedenkt, dass die oben genannten Stoffe bis auf Weiteres (ergo: bis in alle Ewigkeit) toxisch bleiben.

 

EDIT: Hier noch ein Link zu Herfa-Neurode - die weltweit größte Untertagedeponie der Welt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Untertagedeponie_Herfa-Neurode

 

Hingegen geht von radioaktivem Müll genau dann die größte Gefahr aus, wenn er bereits in kurzer Zeit verstrahlt. Die ständig beschworenen "Millionen von Jahre" betreffen also den Müll, der so schwach strahlt, dass die Strahlungsexposition keine akute Gefahr ist, sofern man das einfach ordentlich lagert. So wie anderer Giftmüll auch, den man ja genauso wenig im Grundwasser haben will.

 

Eine finnische Studie hat sogar, gesetzt dem Fall, dass das Material in einem Endlager austreten sollte, die Strahlungsexposition für die Bevölkerung, die eine Stadt direkt über dem Endlager baut und sich ausschließlich regional ernährt, ausgerechnet. Ergebnis: Aufgenommene Strahlungsmenge für ein ganzes Jahr: Der Betrag von zwei Bananen, oder auch 0,0003 Millisievert. Diese enthalten nämlich auch dass radioaktive Isotop Potassium-40. Die natürliche Strahlung, die ein Mensch täglich aufnimmt, beträgt das Hundertfache. Der Mensch selbst hat ebenfalls radioaktive Isotope in seinem Körper, was ihn 280 Mal so radioaktiv als eine Banane macht.

 

Es bedarf einfach mehr Aufklärung zu Radioaktivität, zum aktuellen Stand der Forschung bei Kernenergie. Alle plappern doch nur nach, was ihnen Greenpeace & Co in den letzten Jahrzehnten vorgekaut haben. Das ist aber weit entfernt vom wissenschaftlichen Konsens.

Danke sehr, könntest du das mal auf einer FFF Demo kundtun? Aber ich glaube da wirst du nur  angebrüllt!🥶

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Und wie man festgestellt hat, war das mit diesen Lagerungen in ehemaligen Salzbergwerken keine so gute Idee, egal ob radioaktiver Abfall oder nicht. Die Fässer mit den nicht-radioaktiven Abfälle sind nicht mal genau gekennzeichnet, was da an Abfall drin ist. Es geht hier auch um die Kosten, und da ist Asse z.B. kein gutes Beispiel... 

Die einsturzgefährdeten Stollen sollten restauriert oder evakuiert werden, passiert aber nix, weil halt noch nichts passiert ist. Seit 10 Jahren wissen sie, dass sie was tun müssen, aber getan wird nix, weil keiner den Krempel unter seinem Haus haben möchte. Wenn man das verantwortliches Lagern nennt, dann fällt mir nix dazu ein. 

Es wird doch immer erst danach gehandelt und die "also damit konnte ja wirklich keiner rechnen"-Dose wird aufgemacht, obwohl das schon seit den 70ern bekannt ist, ähnlich wie beim Klimawandel. Der Klimawandel ist da, warten wir mal ab, wann 30.000 Fässer mit Giftmüll und/oder radioaktivem Müll in Asse dran sind, die Umgebung dort zu vergiften... 

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vor 56 Minuten schrieb wolverine:

Und wie man festgestellt hat, war das mit diesen Lagerungen in ehemaligen Salzbergwerken keine so gute Idee, egal ob radioaktiver Abfall oder nicht. Die Fässer mit den nicht-radioaktiven Abfälle sind nicht mal genau gekennzeichnet, was da an Abfall drin ist. Es geht hier auch um die Kosten, und da ist Asse z.B. kein gutes Beispiel... 

Die einsturzgefährdeten Stollen sollten restauriert oder evakuiert werden, passiert aber nix, weil halt noch nichts passiert ist. Seit 10 Jahren wissen sie, dass sie was tun müssen, aber getan wird nix, weil keiner den Krempel unter seinem Haus haben möchte. 

Es wird doch immer erst danach gehandelt und die "also damit konnte ja wirklich keiner rechnen"-Dose wird aufgemacht, obwohl das schon seit den 70ern bekannt ist, ähnlich wie beim Klimawandel. Der Klimawandel ist da, warten wir mal ab, wann 30.000 Fässer mit Giftmüll und/oder radioaktivem Müll in Asse dran sind, die Umgebung dort zu vergiften... 

Dein Problem scheint eher die politische Unfähigkeit zu sein. Fair enough, ich kritisiere diese wahrscheinlich noch viel mehr, als du. Von dem aber auf ein allgemeines technisches oder physikalisches Problem zu schließen, ist einfach nicht zulässig.

 

Fakt ist: Kohle ist tausendfach schlimmer als jede andere Energieerzeugung, mit reichlichem Abstand. Gas hinten dran, dann Biomasse. Mit Hydro fängt es an, vertretbar zu werden, was CO2-Emissionen und Sterblichkeit angeht. Dann kommen Solar, Wind und Nuklear.

Weiterer Fakt ist: Die Energiewende in Deutschland in so kurzer Zeit zu schaffen, ist utopisch. Es müssten neben massiven Ausbau Erneuerbarer, Durchbruch bei Speichertechnologien auch die komplette Umstrukturierung des Netzes erfolgen, da EE eben volatile Energieerzeuger sind, d. h. nicht gleichmäßig liefern. Das Stromnetz muss aber immer fein justiert sein bei einer Frequenz von 50hz. Für diese Art Belastung ist es nicht im Geringsten ausgelegt, wenn nur EE die nötige Energie liefern soll. Was ist die Konsequenz daraus? Man sollte realistisch bleiben und weiterhin auf Grundlastträger setzen, die zu unserem Stromnetz passen. Da bleiben nur Kohle, Gas und Nuklear, denn Wasser ist in Deutschland bereits am Limit aus geografischen Gründen. Vergleichen wir die drei Energieträger mal:

 

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Was spricht jetzt nochmal gegen Kernenergie? Ach ja - einige wenige Tonnen Müll. (EDIT: Der Weiterbetrieb der verbleibenden sechs Kernkraftwerke in Deutschland würde übrigens 120t zusätzlichen Müll pro Jahr hervorrufen - das sind Peanuts gegenüber den 70 Millionen Tonnen CO2, die man dafür nicht in die Atmosphäre pusten muss). Die Alternative, CO2 in die Luft zu pusten, wird zukünftigen Generation sicherlich besser gefallen, wenn sie sich dann mit den Auswirkungen des Klimawandels befassen dürfen.

 

Und Müll ist eigentlich das falsche Wort, denn hierzulande sind die radioaktiven Erzeugnisse aus den Kernkraftwerken eine wertvolle Ressource, die ungenutzt bleibt. Die alten Meiler, die wir haben (Generation 2) spalten nur sehr ineffizient und hinterlassen uns zu über 90% spaltbares Material, weshalb die Strahlung auch so lange anhält. In Russland hat man bereits erfolgreich eigenen Atommüll in sog. schnellen Brütern (Generation 3(+)) verwendet, um Energie zu erzeugen. Dazu muss man diesen vorher nur etwas behandeln, das Produkt nennt man dann MOX-Brennstoff.

https://www.nuklearforum.ch/de/aktuell/e-bulletin/russland-erste-vollstaendige-mox-nachladung-fuer-belojarsk-4-hergestellt

 

Russland will das jetzt einen Schritt weiter treiben als mit dem BN-800 und hat deswegen schon zwei weitere Reaktoren in Planung - BREST-300 und BREST-1200. Diese sollen den Atommüll noch besser verwerten:

 

BREST-300

"Ein erstes Exemplar wird ab 2017 in Sewersk gebaut. Baubeginn und Baufortschritt litten unter mehreren Verzögerungen; 2018 wurde als Betriebsbeginn das Jahr 2026 genannt.[2] Die Anlage dient auch als Prototyp für die Variante BREST-1200. Der BREST-300 hat eine thermische Leistung von 700 MW und eine elektrische Nettoleistung von 300 MW. Die Kühlmitteltemperatur beträgt ca. 505 °C bei Eintritt und 340 °C beim Verlassen des Wärmetauschers. Das Brennstoffwechselintervall beträgt ca. 5 Jahre bei einem Brennstoffinventar von 20,6 Tonnen."

 

BREST-1200

"Der BREST-1200 wird für eine elektrische Leistung von 1.200 MW und eine thermische Leistung von 2.800 MW geplant. Das Brennstoffwechselintervall beträgt 5 bis 6 Jahre.[3] Ein Bauentscheid soll nach ersten Betriebserfahrungen mit BREST-300, also etwa 2030 fallen."

 

Besonders interessant ist die benötigte Menge für den Betrieb - gerade einmal 20,6 Tonnen in 5 Jahren. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass in 1m³ Uran so viel Energie steckt, wie in 300.000m³ Kohle. Deshalb hat man für den Kohleabbau ja auch diese massiven Krater im Boden.

 

Und wenn wir schon bei Müll sind - wie sieht es da denn bei Erneuerbaren aus? Dazu mal ein Blick auf die benötigten Ressourcen:

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Wenig verwunderlich verbraucht man da sehr viel mehr, denn auf ein Kernkraftwerk kommen bspw. 3000 WKAs - alle mit eigenem Fundament aus Zement. Die Betriebsdauer beträgt knapp 30 Jahre. Derzeit sind die Rotorblätter nicht recycelbar und werden in Wüsten abgeworfen. Ein Kernkraftwerk verbraucht viel weniger für die gleiche Energie und hält auch noch bis zu 60 Jahre bei sorgsamen Umgang.

 

Diese Größenordnungen haben natürlich auch Einfluss auf den Flächenverbrauch. Da Biodiversität und Versiegelung von Flächen wichtige Themen sind, nicht zu vernachlässigen:

20211022_213944bikwi.jpg

 

Das soll jetzt aber erstmal reichen. Ich hatte mich ja schon ausführlich zu dem Thema im Stammtisch geäußert in mehreren Beiträgen:

 

Die Datenlage ist, aus den ganzen oben genannten Gründen, so klar für mich, wie die Tatsache, dass Impfungen Leben retten. Und deshalb, auch wenn es vielleicht überspitzt ist, stimme ich dem von mir verlinkten Tweet sogar zu.

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vor 46 Minuten schrieb wolverine:

 

So eine Frage dieses Jahr? Frag mal allgemein in West- und Mitteleuropa rum, wessen Häuser abgesoffen sind. 

 

So weit brauchst du gar nicht fahren. Kannst auch hier in Deutschland bleiben um den Klimawandel zu sehen. Im Harz z.B. sehen die Wälder furchterregend aus.

 

Die Grundwasserstände in vielen Teilen Deutschlands sind nach Jahren der Dürre so niedrig, dass viele Brunnen versiegt sind. 

 

 

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Deinem Kohle-Argument widerspreche ich nicht, klar ist das effektiver und in der Produktion per se sauberer.

Das ändert jedoch nichts daran, dass unsachgemäß damit umgegangen wird und es meiner Meinung nach genau daran an diesem Punkt der "sauberen Kernkraft" scheitern mag. 

 

Mich hat genau dieser Punkt hier getriggert:

"Und wer spricht von Grundwasserkontamination? Natürlich soll der Müll verantwortungsvoll gelagert werden. So wie in unseren vier bereits existierenden Endlagern auch."

 

Zu unsere vier bereits existierenden Endlager gehört doch auch Asse, oder? Das ist das Beispiel, welches ich habe. Um ehrlich zu sein weiß ich nichts über die anderen drei, aber das hier ist halt das faule Ei und macht somit 25% aus. Und das funktioniert erwiesenermaßen gar nicht. 

https://www.deutschlandfunkkultur.de/atommuell-lager-in-niedersachsen-kampf-gegen-wasser-in-der.1001.de.html?dram:article_id=460790

 

Die von dir schon erwähnten Finnen haben da ja als quasi weltweit erste mal Verantwortung übernommen:

https://www.bpb.de/apuz/333368/das-wunder-von-onkalo-zur-unertraeglichen-leichtigkeit-der-finnischen-suche-nach-einem-endlager

 

Solange das kein Standard ist, sondern eben die bisherige Lösung, ist das für mich ein KO-Argument. 

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vor 5 Stunden schrieb wolverine:

 

So eine Frage dieses Jahr? Frag mal allgemein in West- und Mitteleuropa rum, wessen Häuser abgesoffen sind. 

Na die Frage musste doch gestellt werden,  damit hier Schwung reinkommt! Und das Ahrtal wäre auch so abgesoffen, sind halt ungünstige WetterKonstellationen gewesen, wie 2002 bei uns!

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vor 6 Stunden schrieb wolverine:

Zu unsere vier bereits existierenden Endlager gehört doch auch Asse, oder?

Nope. Die Endlager, von denen ich spreche, lagern kein radioaktives Material, da man das nicht zusammen lagern darf.

 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Endlagerung#Endlagerung_fester_konventioneller_Abfälle

 

Aber entscheidend ist dieser Part: "An die Sicherheit eines Endlagers für besonders schädliche konventionelle Abfälle kann man die gleichen Anforderungen wie für atomare Endlager stellen. Ihre Gefährlichkeit nimmt nicht ab, weil sie keinem radioaktiven Zerfall unterliegen." [EDIT: Entscheidend ist dieser Part, da alle immer von einem "ungelösten Problem der Endlagerung" sprechen. Nein. Einfach nein.]

 

Also ergo dasselbe. Asse ist Beispiel für politisches Versagen, resultierend aus grüner Propaganda (der Begriff ist keine Übertreibung, es ist faktisch Wissenschaftsleugnung), die den Tschernobyl-Vorfall instrumentalisiert hat, um eine eigene Agenda voranzutreiben, die mit Wissenschaftlichkeit bei der Entscheidungsfindung mal so gar nichts zu tun hat.

 

Ansonsten, sehr spannende Lektüre, wenn einen das Thema der Lagerung und Wiederverwertung von Abfällen interessiert [Achtung, PDF]: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.vbgu.de/fileadmin/downloads/VKS_VBGU_Prognos_Broschuere_Untertage-Entsorgung.pdf&ved=2ahUKEwiw8LKu5eXzAhWRgv0HHQ2VBOAQFnoECAUQAQ&usg=AOvVaw3RDYC_Fgsg9_FvNlE5JxhT

 

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Wie ich es liebe, neue Daten zu finden...

 

Auch wenn ich prinzipiell schon wusste, dass Kernenergie nicht unbedingt teuer oder unwirtschaftlich ist (wurde ja auch, entgegen aller Erzählungen, in Deutschland nie subventioniert- von Forschungsprojekten abgesehen), ist es schön, da mal handfeste Daten dazu zu haben. In diesem Fall von der International Energy Agency, kurz IEA.

 

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Wie man sieht, ist Kernenergie ziemlich gut mit dabei, mit einer, im Vergleich zu Wind und Solar, geringen Streuung bei den Kosten, sprich gut vorhersehbar und relativ unabhängig von den Gegebenheiten. Spannend wird's, wenn wir uns diesen Absatz mal durchlesen:

 

Zitat

"Electricity from new nuclear power plants has lower expected costs in the 2020 edition than in 2015. Again, regional differences are considerable. However, on average, overnight construction costs reflect cost reductions due to learning from first-of-a-kind (FOAK) projects in several OECD countries. LCOE values for nuclear power plants are provided for nth-of-a- kind (NOAK) plants to be completed by 2025 or thereafter.

Nuclear thus remains the dispatchable low-carbon technology with the lowest expected costs in 2025. Only large hydro reservoirs can provide a similar contribution at comparable costs but remain highly dependent on the natural endowments of individual countries. Compared to fossil fuel-based generation, nuclear plants are expected to be more affordable than coal-fired plants. While gas-based combined-cycle gas turbines (CCGTs) are competitive in some regions, their LCOE very much depend on the prices for natural gas and carbon emissions in individual regions. Electricity produced from nuclear long-term operation (LTO) by lifetime extension is highly competitive and remains not only the least cost option for low-carbon generation - when compared to building new power plants - but for all power generation across the board.

[…]

The LCOE calculations are based on a levelised average lifetime cost approach, using the discounted cash flow (DCF) method. Costs are calculated at the plant level (busbar), and therefore do not include transmission and distribution costs. The LCOE calculations also do not capture other systemic costs or externalities beyond plant-level CO2 emissions such as, for instance, methane leakage during the extraction and transport of natural gas. This report does however recognise, in particular in Chapter 4, the importance of the system effects of different technologies, most notably the costs induced into the system by the variability of wind and solar PV at higher penetration rates."

 

Übersetzung mit DeepL (kann ich euch übrigens nur wärmstens empfehlen, Google Translate ist nichts dagegen):

 

Zitat

"Strom aus neuen Kernkraftwerken hat in der Ausgabe 2020 voraussichtlich niedrigere Kosten als 2015. Auch hier sind die regionalen Unterschiede beträchtlich. Im Durchschnitt spiegeln die Baukosten über Nacht jedoch Kostensenkungen wider, die sich aus den Erfahrungen mit First-of-a-kind-Projekten (FOAK) in mehreren OECD-Ländern ergeben. Die LCOE-Werte für Kernkraftwerke werden für NOAK-Kraftwerke angegeben, die bis 2025 oder später fertiggestellt werden.

Die Kernenergie bleibt somit die einsatzfähige kohlenstoffarme Technologie mit den niedrigsten erwarteten Kosten im Jahr 2025. Nur große Wasserreservoirs können einen ähnlichen Beitrag zu vergleichbaren Kosten leisten, sind aber weiterhin stark von den natürlichen Gegebenheiten der einzelnen Länder abhängig. Verglichen mit der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen werden Kernkraftwerke voraussichtlich erschwinglicher sein als Kohlekraftwerke. Gasbetriebene Gas- und Dampfturbinen (GuD) sind zwar in einigen Regionen wettbewerbsfähig, aber ihre Stromgestehungskosten hängen sehr stark von den Erdgaspreisen und den Kohlenstoffemissionen in den einzelnen Regionen ab. Strom aus dem langfristigen Betrieb von Kernkraftwerken (LTO) durch Verlängerung der Lebensdauer ist äußerst wettbewerbsfähig und bleibt nicht nur die kostengünstigste Option für eine kohlenstoffarme Stromerzeugung - im Vergleich zum Bau neuer Kraftwerke -, sondern für die gesamte Stromerzeugung insgesamt.

[...]

Die LCOE-Berechnungen beruhen auf einem Ansatz mit nivellierten durchschnittlichen Lebensdauerkosten unter Verwendung der DCF-Methode (Discounted Cash Flow). Die Kosten werden auf der Ebene der Anlage (Sammelschiene) berechnet und enthalten daher keine Übertragungs- und Verteilungskosten. Die LCOE-Berechnungen erfassen auch keine anderen systemischen Kosten oder externen Effekte, die über die CO2-Emissionen auf Anlagenebene hinausgehen, wie z. B. Methanleckagen bei der Förderung und dem Transport von Erdgas. In diesem Bericht wird jedoch, insbesondere in Kapitel 4, die Bedeutung der Systemeffekte der verschiedenen Technologien anerkannt, insbesondere die Kosten, die durch die Schwankungen der Wind- und Solarenergie bei höheren Durchdringungsraten im System verursacht werden."

 

Der Punkt, bei dem ich hier aufhorchen muss, ist die Tatsache, dass die oben in der Grafik dargestellten Kosten noch keine externen Investitionen berücksichtigen - sowas wie Speicheraus- sowie Netzumbau sind also noch gar nicht berücksichtigt, fallen für EE aber massiv an hier in Deutschland. Da sind wir noch meilenweit davon entfernt, irgendwie hinzukommen. Genau diese Kosten und Widerstände ignorieren auch sämtliche Studien, die 100% Erneuerbare Energie bis 2050 oder gar noch früher als möglich und realistisch postulieren. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass auch die Primärenergie (Verkehr und Heizung) noch elektrifiziert werden sollen und der Stromverbrauch noch weiter ansteigen wird. Für diese Aspekte nehmen die Studien allesamt viel zu optimistische Annahmen einer Senkung des Stromverbrauchs an (wtf, wieso sollte das passieren?).

 

Dazu habe ich auch erst gestern eine schöne Rechnung gesehen, bei der ein Mitdiskutant aus meiner Partei den Vogel abgeschossen hat (pun intended... schaut mal unser

Zitat

an). Worum ging es?

 

Thema war die Laufzeitverlängerung der verbleibenden sechs Kernkraftwerke in Deutschland, wovon drei bis Ende diesen Jahres und die drei anderen bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen. Ein Unding, wenn man bedenkt, dass die dadurch wegfallende Energieerzeugung mit Kohle oder Gas substituiert werden muss. Dabei ist unsere Bilanz ohnehin miserabel, gerade dann, wenn keine Sonne scheint - ist ja nur mindestens 50% des Tages der Fall :wacko:

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Naja, um wieder zum roten Faden zurückzukehren - die Kosten, die man für einen Weiterbetrieb aller sechs verbliebenen AKW stemmen müsste, betragen etwa 1 Milliarde Euro. Mehr dazu hier: https://www.diehumanisten.de/2021/10/20/mit-kernkraft-gegen-den-klimawandel/ Da finden sich natürlich auch alle Quellen.

 

"Das ist doch keine kleine Summe!" tönte es von dem besagten Parteimitglied. Es sei eine "enorme Investition". Es sei erwähnt, dass das werte Mitglied selbst PV-Anlagen verkauft (ein Schelm, wer da Böses denkt...). Nun ja, um die selbe Menge an sauberer Energie nur mit Solar erzeugen zu können, wie mit einem Weiterbetrieb (nicht vergessen - Einsparung von 70 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr - das entspricht 1 Milliarde Tonnen CO2 bis 2035 und spart uns 15% unseres restlichen CO2-Budgets, was somit drei Jahre mehr Zeit bringt, um CO2-Neutralität zu erreichen), muss man folgende Rechnung betrachten:

 

2020 haben die AKWs (installierte Gesamtleistung: 8,5 GW) 64 TWh Strom erzeugt (damit, btw, die höchste Bereitschaftsdauer ohne Ausfälle im Vergleich mit allen anderen Energieerzeugern). Um dieselbe Menge mit Solar herzustellen, müsste man sehr viel mehr investieren. Die gleiche Peak-Kapazität mit PV zu ersetzen würde alleine 8,5 Milliarden Euro kosten.
Und wir wissen alle, dass das noch keine Speicher berücksichtigt und die Sonne nachts leider nicht scheint. Um die durchgängige Leistung der AKW daher mit PV o.ä. zu ersetzen, liegen die Kosten um Größenordnungen höher, als die eine Milliarde Euro für den Weiterbetrieb. So viel zur "enormen Investition".

 

Jetzt stellt euch mal vor, was man alles mit dem Geld machen könnte, dass man derzeit wie in einem Wahn einfach ohne Nachdenken in unsere Energiewende buttert und weiter buttern muss, obwohl es viel effizientere und kostengünstigere Möglichkeiten gäbe. Mehr Geld für Entwicklungshilfe, unser Bildungs- und Sozialsystem usw. Geld, dass tatsächlich direkt Leuten helfen könnte. Deutschland helfen könnte, sich auf die Zukunft vorzubereiten, in der es Innovationen und Fortschritt brauchen wird, um sich auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, die ja ohnehin teilweise schon irreversibel sind und auf uns zukommen werden. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?

 

Sorge macht mir vor allen Dingen folgender Aspekt:

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Wie man sehen kann, wird gerade gegen Ende der Kostenanstieg unvernünftig hoch, wenn man auf 100% EE setzen möchte. Es wird also sehr wahrscheinlich irgendwann zu einer kompletten Stagnation kommen, wodurch Gas noch viel länger eine Rolle als Standbein für die EE spielen wird, als viele wahrscheinlich erhoffen. Bedeutet, weiterhin Abhängigkeit von Russland und weiterhin massiver CO2-Ausstoß, der Kohle in nichts nachsteht. Aber Stop! Wir haben doch Gas als bessere Alternative zur Kohle auserkoren! Wie kann es sein, dass es plötzlich genauso schlecht sein soll? Gut aufgepasst! Immerhin hatte ich in meinen Beiträgen ja oft genug auf diese Grafik verwiesen:

 

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Das sieht doch schon mal besser aus, oder nicht? Tja, ein Problem an dieser Auswertung ist, dass man folgende Problematik darin noch nicht berücksichtigt hat:

https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.0c00437

 

Die Gaspipelines verlaufen über mehrere Tausend Kilometer Strecke. Egal wie gut die Qualität dieser Leitungen ist, ein Entweichen des Gases lässt sich nicht 100% verhindern. In der Studie oben wird angegeben, dass diese kleinen Lecks für ca. 7-10% aller Methan-Emissionen in den USA verantwortlich seien - Tendenz steigend, da die Leitungen altern und eine Wartung dieser über solche großen Distanzen verdammt aufwendig ist. Die Konsequenz daraus ist, dass alle einsparenden Effekte, die man mit dem Einsatz von Gas als Alternative für Kohle erhält, zunichte gemacht werden - zumindest in Bezug auf die Emissionen. Anders ausgedrückt - Deutschland fällt mit seiner Backup-Strategie für die EEs vom Regen in die Traufe. Da ist in dieser Hinsicht keine Besserung in Sicht.

 

Ich hoffe, diese weiteren Einblicke sind für euch erhellend, hat wieder sehr lange gedauert, diesen Text zu verfassen. Und ich hoffe es wird klar, dass ich meine Meinung auf faktenbasierter Grundlage fundiere und ich nicht mal eben so "aus dem Bauch" heraus für den Einsatz von Kernenergie plädiere. Es ist eine wohl überlegte Entscheidung, die einfach vernünftig ist @wolverine oder auch @Lunte der Echte. Man sollte das große Ganze im Blick behalten und sich nicht daran aufhängen, dass da ein Bisschen Müll anfällt. Der Klimawandel ist doch wirklich um einiges bedrohlicher, und Wirtschaftlichkeit, Flächenverbrauch, Machbarkeit... das sind alles Faktoren, die man im Blick behalten muss.

 

So, ein gutes haben diese halben Essays hier dann doch immer - ich kann mir die geschriebenen Erzeugnisse in meiner Quellendatenbank abspeichern und brauche nicht mehr die immer selben Argumentationen bei den immer gleichen Gegenargumenten ein weiteres Mal verschriftlichen - spart unheimlich viel Zeit und Nerven :D

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