Zum Inhalt springen
PlayStation-News auf allen Kanälen - Folge uns!

Gustav Erichson

Members
  • Gesamte Inhalte

    411
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    1

Gustav Erichson hat zuletzt am 7. April gewonnen

Gustav Erichson hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Letzte Besucher des Profils

884 Profilaufrufe

Gustav Erichson's Achievements

  1. Ich bin zwar jetzt in dem Sinn kein Newbie, da ich eigentlich schon immer "Konsolenkind" war Aber ich kann es schon verstehen, dass dich das frustriert und beschäftigt - immerhin hast du jetzt eine Menge Geld für die Konsole ausgegeben und da möchte man natürlich vernünftig spielen können. Ich kann dir nur den Tipp geben: Einfach dranbleiben und sozusagen üben. Es ist bestimmt, wenn man vom PC kommt, einfach eine starke Umgewöhnung und ich habe es auch schon von vielen PC-Spielern gehört, dass sich ein Controller in ihren Händen ungewohnt anfühlt. Du bist damit also schon mal nicht alleine und es liegt auch nicht an dir. Lass es einfach ruhig angehen und suche dir zunächst einfache Spiele aus - das vorinstallierte "Astro's Playroom" etwa eignet sich ja sehr gut, um beim langsamen und wiederholten Erkunden der Levels die Steuerung nach und nach kennenzulernen. Dann bekommst du schon mal ein gutes Grundgespür für den Controller und die Tasten und mit der Zeit geht es dann bestimmt leichter von der Hand. "Learning by doing", man wird mit der Zeit automatisch in allem besser und sicherer, was man regelmäßig macht. In diesem Sinne: Viel Spaß und Erfolg weiterhin beim Zocken mit deiner neuen und ersten Konsole!
  2. Alles gut Ich konnte bzw. kann deine grundlegende Intention schon verstehen und bin da auch ganz bei dir, was die Firma an sich betrifft und das, was sie verkauft. Das sollte in der Tat nicht unterstützt werden. "Rechtes Gedankengut" ist tatsächlich eine Mainstreambezeichnung, wie du so schön sagst, und daran hatte ich mich einfach gestört, weil ich es als ungemein wichtig erachte, auf allen Seiten des politischen Spektrums den Unterschied zwischen gemäßigt/demokratisch und extremistisch zu beachten. Das ist etwas, das leider oft untergeht, und das machen Schlagwörter wie "rechtes Gedankengut" oder überhaupt "gegen rechts", das sich viele ja auf die Fahne schreiben, eben nicht besser. Dabei würde ich mich im Übrigen selbst gar nicht als rechts bezeichnen, eher als politisch mittig orientiert mit konservativen Anstrichen - wobei ich bei vielen Themen wiederum auch sehr liberale Ansichten habe. Ich bin ein seltsames Hybridwesen Aber genau aus dieser Position heraus kann ich sowohl "links" als auch "rechts" als grobe politische Orientierungen eben nüchtern betrachten. Ich würde mich mit keiner von beiden identifizieren, sehe bei beiden auch viele Aspekte kritisch, entdecke sowohl hier als auch dort aber auch gute und sinnvolle Ansätze. Nur bei Extremismus hört es auf, das ist ganz klar. Das vielleicht nochmal zur Erläuterung, warum ich so "getriggert" reagiert habe. Aber es war ein Missverständnis und das haben wir ja geklärt. Und nochmal hierzu: Sehr schön auf den Punkt gebracht, kann ich zu 100% so unterschreiben.
  3. Es ist immer das Gleiche 🙄 Warum von rechtem Gedankengut und nicht von rechtsextremem? Dann wiederhole ich halt auch hier mal meinen kleinen Grundkurs, den ich leider immer wieder abhalten muss: Rechtes Gedankengut gehört, wie linkes auch, zum demokratischen Spektrum, im Unterschied zu den Extremen beider Richtungen. die Distanzierung von rechtem sowie von linkem Gedankengut zu fordern, ist damit zutiefst antidemokratisch. Jetzt würde ICH mich als Nutzer dieser Community natürlich darüber freuen, wenn sie einem Antidemokraten, der sich selbst als solcher zu erkennen gibt, keine Plattform böte.
  4. Sind es eigentlich wirklich 670 Euro, die man ausgeben müsste, um alles zu haben? Das ist ja teurer als eine verdammte Konsole, was denken die sich? Nun ja, Bedarf an diesen Sachen, die man für Echtgeld kaufen kann, habe ich ohnehin nicht wirklich. Aber ja, etwas dreist finde ich es schon, dass man, so wie ich das sehe, die meisten Gegenstände wie Kostüme etc. wohl nur gegen Echtgeld bekommt. Ich tüftele bei so was durchaus gerne an Charakteren herum und entwerfe gerne verschiedene Looks und Outfits etc. und hatte mich auch hier darauf gefreut, aber das wird dann wohl eher nichts. Ich bin aber, für den Betrag, den ich gezahlt habe, auch so mit dem Umfang ganz zufrieden. Echtes Geld werde ich dafür wohl nicht ausgeben, allerhöchstens für die Charaktere, die man damit noch zusätzlich freischalten kann, aber dazu muss sich erstmal zeigen, ob mich das Spiel längerfristig beschäftigen wird.
  5. Ich habe mir gestern im PlayStation-Store Dead or Alive 6 gekauft, welches es dort gerade für 20 Euro gibt. Ich hatte mal wieder Lust auf ein kurzweiliges Beat 'em' up, das man zwischendurch spielen kann. Ich habe vor vielen Jahren mal einen älteren Teil der Reihe gespielt, ich glaube es war der vierte, noch auf der Xbox 360. Damit hatte ich immer viel Spaß. Habe dann gestern noch ein paar Runden DOA6 gezockt und es erfüllt meine Erwartungen - die Kämpfe sehen gut aus, die Grafik ist eine erhebliche Verbesserung zu dem Teil, den ich früher gespielt habe und die Anzahl der spielbaren Charaktere ist auch ansprechend, auch wenn ich, da das Spiel noch nicht fertig installiert ist, erst ein paar wenige ausprobieren konnte. Das Spiel macht auf jeden Fall was es soll, für 20 Euro ist so was völlig okay. Ich überlege, mir auch noch UFC 4 zu holen, welches ebenfalls stark reduziert ist. Den Vollpreis würde ich auch dafür nicht bezahlen, aber 35 Euro erscheinen mir eigentlich angemessen. Das ist natürlich ein anderes Spielprinzip, aber auch davon habe ich früher einen alten Teil (ich glaube den allerersten) gespielt und fand das immer klasse. Es soll sich ja laut Reviews vom dritten Teil her nicht all zu weit fortentwickelt haben, den habe ich aber nie gespielt. Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit dem Spiel und kann es empfehlen bzw. davon abraten?
  6. Da hast du im Grunde vollkommen Recht und ich habe auch keine all zu hohen Erwartungen dahingehend, dass die Handlung detailgetreu nacherzählt wird. Ich schrieb weiter unten ja, dass dies bei der Adaption in Form einer Serie kaum möglich ist, insofern bin ich da auch ganz offen für Abwandlungen und Ergänzungen, die schon alleine der Erzählweise des Mediums (in diesem Fall also Serie) geschuldet sind. Mir ging es nur um den Hauptcast und da finde ich es schon legitim, sich Darsteller zu wünschen, die den Spielecharakteren möglichst ähnlich sehen. Das hat dann ja mit dem abgeänderten Handlungsverlauf nichts zu tun. Das würde ich in der Tat sehr begrüßen. Bill ist meiner Ansicht nach einer der wenigen Schwachpunkte im Spiel. Der Charakter bleibt recht blass und uninteressant, er ist so kurz dabei, man lernt ihn kaum kennen und das war es dann auch schon. Das hatte mich beim ersten Spielen auch etwas enttäuscht, da das Spiel ja für seine tollen Charakterzeichnungen bekannt ist und ich erwartet hatte, dass das auch auf die Nebencharaktere zutreffen würde. Ähnlich ist es dann eigentlich auch mit den Brüdern Henry und Sam, wobei man daraus mehr gemacht hat und das Ende ihres Handlungsstrangs einen deutlich größeren Impact hatte.
  7. Nun, soweit ich informiert bin, haben sie schon bekanntgegeben, dass die Serie die Story von Teil Eins abdecken soll. Ich sehe das auch etwas skeptisch, da eine Serie in erzählerischer Hinsicht einer ganz anderen Dramaturgie unterliegt als ein Videospiel und sie sehr viele Dinge entsprechend zwangsläufig umgestalten müssen. Anders bzw. konkret gesagt: Das Spiel kommt ja in erster Linie durch die Schleich-, Kampf- und Erkundungsabschnitte auf seine Länge. In einer Serie kann man so etwas nicht am laufenden Band zeigen, ohne dass es ermüdend wird, und die eigentliche Geschichte des Spiels ist dann so schnell erzählt, dass ich da kaum Potenzial für eine ganze Serienstaffel sehe. Aber mal abwarten, wie es letztlich wird.
  8. Was den Cast angeht: Ich finde die beiden Hauptdarsteller noch immer unpassend. Beide sind gut, das will ich gar nicht in Frage stellen, aber ich sehe weder Bella Ramsey als Ellie und schon gar nicht Pedro Pascal als Joel. Meine absolute Wunschbesetzung für Joel wäre Hugh Jackman gewesen, an ihn musste ich bereits denken, als ich das erste Mal Szenen aus TLOU 1 gesehen habe. Möglicherweise ist er aber auch schon etwas zu alt für die Rolle (und vermutlich zu teuer). Alternativ, um gänzlich unbekannten Darstellern eine Chance zu geben, hätte man sich auch zumindest anfragend einmal an den Cast dieses viel beachteten und sehr gelungenen TLOU-Fanfilms wenden können: Sowohl Ellie als auch Joel sind hier so hervorragend getroffen, wesentlich besser jedenfalls als durch Bella Ramsey und Pedro Pascal. Ich blicke der Serie insgesamt gespannt entgegen, erwarte mir aber gar nicht so viel davon. Es kann großartig werden, es kann auch völlig in die Hose gehen. Im ersten Fall freue ich mich, im zweiten Fall ist es dann auch nicht so tragisch - wir haben ja das Original in Form des Spiels bzw. der Spiele, das wird immer gut genug sein
  9. Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich gehe nicht davon aus, dass Tarantino mit dem Film sagen möchte, dass das Kino bzw. der Film als Medium die Leute zwangsläufig zum Umdenken und/oder Handeln bringt. Vielmehr geht es ihm mit dem Film, wie gesagt nach meiner Lesart (dazu gleich mehr), darum, die Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich damit verbinden würden. Dass Menschen trotz kritischer und wichtiger Filme zu bedeutsamen Themen nichts verändern, lässt sich dann wiederum als gesellschaftliche Kritik betrachten. Und auch in Bezugnahme auf das, was du über den Film "11:14" geschrieben hast (kenne ich übrigens nicht, vielleicht sehe ich ihn mir mal an, interessant klingt er jedenfalls): Ich finde es gar nicht so entscheidend, was der Regisseur oder Drehbuchautor (falls es sich nicht um die gleiche Person handelt) mit dem Film aussagen wollte. Natürlich ist eine Analyse und Interpretation stets etwas Individuelles, aber genau darauf kommt es aus meiner Sicht an, was man für sich aus dem Werk mitnimmt - entscheidend ist nicht, ob eine Interpretation richtig oder falsch ist (wer sollte das auch entscheiden?), sondern entscheidend ist, dass die Interpretation möglich ist. Ich weiß auch nicht, ob meine oben geschilderte Interpretation von "Inglorious Basterds" in dem Sinn jetzt "stimmt", dass Tarantino genau das damit sagen wollte - wollte er vielleicht ja gar nicht. Aber der Film lässt sich so verstehen. Es gibt ja in den meisten Fällen auch nicht die eine mögliche Interpretation, im Gegenteil lebt Kunst aus meiner Sicht ja gerade von dieser Ambiguität. Oft erlebe ich es bei Diskussionen über die Bedeutung oder Aussageabsicht von Filmen oder auch z.B. der Story eines Videospiels dann auch, dass das Argument kommt: "Also solche Gedanken wie du jetzt gerade hat sich der Regisseur/haben sich die Entwickler da bestimmt nicht drüber gemacht". Das finde ich aber abwegig und nicht zielführen, da dies erstens eine Vermutung ist, die man aber nicht beweisen kann und zweitens den Verantwortlichen, nennen wir sie etwas allgemein einmal den Kunstschaffenden, die Fähigkeit oder Intention abspricht, mit dem Werk, um das es geht, tiefsinnige und komplexe Gedanken und Aussageabsichten zu verbinden. Und das ist dann schon sehr vermessen. Ganz davon abgesehen zählt es für mich wie gesagt auch nicht in erster Linie, was der Regisseur (um der Einfachheit halber beim Film zu bleiben) persönlich jetzt genau damit sagen wollte. Entscheidend ist, dass er ein Werk geschaffen hat, dass mehrere Deutungen zulässt, und als guter Regisseur, der seine Kunst versteht, ist ihm dann auch bewusst, dass seine Aussageabsicht nicht der einzige Weg ist, den Film zu betrachten. Ich persönlich ziehe es daher auch vor, wenn Regisseure, wenn man sie in Interviews nach der Aussageabsicht eines Films fragt, dies unkommentiert lassen bzw. darauf verweisen, dass der Zuschauer seine eigenen Schlüsse daraus ziehen sollte. Denn genau dafür sollte die Kunst ja offen sein. Ein gutes Beispiel fällt mir hierzu gerade ein: Der japanische Film "Battle Royale" aus dem Jahr 2000. Ich mag den Film sehr, trotz seiner vor allem handwerklichen Schwächen, die er durchaus hat. Was mir daran so gefällt, ist das gezeigte und erarbeitete breite Spektrum an verschiedenen Arten, wie Menschen auf Extremsituationen, von denen sie überfordert sind, reagieren können. Hier zeigt der Film ein sehr differenziertes Bild, das von Menschen, die sich der Situation gar nicht stellen wollen und den Freitod wählen, bis hin zu solchen reicht, die die Situation sofort ausnutzen, um persönliche Rivalitäten zu klären. Dazwischen gibt es dann auch noch so einiges. Der Film, das wurde auch in Reviews immer wieder angesprochen, hat bestimmt auch eine politische Aussageabsicht. Diese lese ich persönlich aber weniger stark heraus, sondern für mich sind die sozialkritischen und zwischenmenschlichen Aspekte, die er beleuchtet, das Entscheidendere. Hier kommt es auch wieder auf die Interessenlage und auch die Kenntnisse des Betrachters an: Generell interessieren mich soziale, psychologische oder zwischenmenschliche Themen einfach stärker als politische, entsprechend sehe ich dies in einem Film wie diesem dann auch stärker im Vordergrund als ein politisches Statement, auch wenn es vielleicht sogar das ist, was dem Regisseur selbst (in diesem Fall Kinji Fukasaku) mehr am Herzen lag.
  10. Habe ich noch nichts davon gesehen, aber Lars von Trier steht schon auf meiner Liste Klar, kann man so sehen. Ich habe da mittlerweile einfach eine andere Sicht auf das Medium Film und finde es (nicht persönlich nehmen) sogar schrecklich, wenn Filme einfach nur als Unterhaltungsmittel angesehen werden. Um einen Einblick in meine Sichtweise zu gewähren (eines meiner liebsten Gesprächsthemen im Allgemeinen, daher kann es sein, dass ich im Folgenden etwas weiter aushole): Filme und richtige Filmkunst, das kann und sollte so viel mehr sein - für mich steht bei einem Film die kritische Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema im Vordergrund, dass der Film einen Beitrag bzw. Kommentar (der dann natürlich sinnvoll und ansprechend aufbereitet sein muss) zu einem Thema politischer, gesellschaftlicher, sozialer, psychologischer oder zwischenmenschlicher Art tätigt. Hierfür kann man dieses Medium wunderbar nutzen und dann kommt es für mich eben drauf an, was der Film, abstrahiert von seiner eigenen Erzählebene, über die Realität, über Themen aus der Realität aussagt. Eines der besten Beispiele genau hierfür ist "Inglorious Basterds", für mich einer der besten Filme von Quentin Tarantino. Bei Tarantino, einem bekennenden Filmliebhaber und Cineasten, schwingt die Auseinandersetzung mit dem Medium Film im Grunde immer mit - aber bei keinem Film ist dies so stark zu spüren wie bei "Inglorious Basterds". Man könnte es sich hier einfach machen und sagen, dass der Film von einer speziellen US-Soldatengruppe im Zweiten Weltkrieg handelt (eben die titelgebenden Inglorious Basterds), und oberflächlich betrachtet ist das auch so. Aber darüber hinaus ist es vor allem ein Film ÜBER das Medium Film und über das Kino an sich und ein Plädoyer dafür, die Möglichkeiten dieses Mediums voll auszunutzen. Dass , ist eine hervorragende Metapher für die Wirkmächtigkeit dieses Mediums, Tarantino sagt uns, dass sogar schwere Katastrophen verhindert werden könnten, wenn man das Kino und das Medium Film nicht nur zur Unterhaltung, sondern vor allem auch für aufklärerische Zwecke nutzen würde. Bedeutsamkeit und Unterhaltung schließen sich im Übrigen nicht zwangsläufig einander aus. Nehmen wir einen Film wie "Tenet" von Christopher Nolan. Der Film ist in höchstem Maße unterhaltsam, er bietet einige der besten (und: handgemachte! Mittlerweile ja leider eine Seltenheit) Actionsequenzen, die das Kino in den letzten Jahren offeriert hat. Gleichzeitig ist er aber auch intelligent (auch wenn das gerade bei diesem Film gerne bestritten wird, oft genug, um das eigene Unvermögen, den Film zu verstehen, auf ihn zurück zu projizieren) und regt zu tiefgreifenden Diskussionen an - nicht nur über die Zeitreisethematik an sich, der Film ist vielschichtig zu sehen. Oft wird er als Kommentar zum Klimawandel verstanden: Die Zukunft, die durch die Unachtsamkeit in Bezug auf das Klima in der Gegenwart geschädigt ist, möchte sich rächen. Das ist zweifellos eine naheliegende Interpretation, ich persönlich würde "Tenet" und seine Aussageabsicht aber noch weiter abstrahieren. Nach meiner Lesart ist die Kernaussage des Films, dass sich Gegenwart und Zukunft einander bedingen, weil die Zukunft aus der Gegenwart heraus entsteht, in der Gegenwart ja geformt wird. Entsprechend ist es wichtig, die Gegenwart dazu zu nutzen, richtige und bedeutende Entscheidungen für die Zukunft zu treffen - unterlässt man dies, wird diese Zukunft, die man in der Gegenwart entstehen lässt, ordentliche Probleme bereiten (was im Film durch die Metaphorik, dass die Zukunft der Gegenwart den Krieg erklärt hat, veranschaulicht wird). Dieses Grundprinzip lässt sich auf alles Mögliche übertragen, natürlich auf globale Probleme wie den Klimawandel, aber auch auf ganz persönliche Entscheidungen die eigene Lebensführung betreffend. Ich gehe an Filme mittlerweile mit einem anderen Blick heran, das wirklich Gehaltvolle an der Beschäftigung mit einem Film ist es für mich, sozusagen "outside the box" zu denken. Natürlich muss die Form dabei stimmen, ein Film sollte ästhetisch und kunstvoll gestaltet sein und vor allem darf er seine Message(s) nicht einfach hinklatschen oder mit dem Holzhammer eintrichtern. Genau aus diesen Gründen schätze ich die Filme von Regisseuren wie Quentin Tarantino, Nicolas Winding Refn, Christopher Nolan oder, wenn es was Südkoreanisches sein soll, Bong Joon-ho oder Kim Jee-woon (und ich liebe das südkoreanische Kino mittlerweile. Sicher gibt es dort auch Schund, aber wenn man an den richtigen Adressen ist, merkt man, dass die Südkoreaner die Filmkunst auf ein neues Niveau heben und sie vollends verstehen). Das sind aber nur Beispiele, es gibt da viele mehr. Aber die genannten Regisseure legen ihre Filme genau so an, wie ich es zuvor beschrieben habe. Ich kann es im Übrigen schon verstehen, wenn man sich von einem Film auch einfach mal "nur" unterhalten und berieseln lassen will. Ich war auch mal so Und freilich habe ich auch meine Guilty Pleasures. Doch alles in allem vergleiche ich meine Auseinandersetzung mit einem Film ein wenig mit einer Gedichtanalyse und -interpretation, wie man sie vom Deutschunterricht her kennt. Während meine Klassenkameraden hierbei immer die Nase rümpften, habe ich es geliebt, Gedichte zu analysieren und zu interpretieren und herauszuarbeiten, was der tiefere Sinn ist, was der Verfasser damit sagen wollte, nicht zuletzt auch vor dem historischen, gesellschaftlichen, politischen etc. Kontext, in dem das Gedicht entstand. Und so ähnlich wie ich früher Gedichte interpretiert habe, gehe ich auch bei Filmen vor. Auch Filme, zumindest intelligente, nutzen Metaphern und vor allem Bildsprache. Sich einem Film so zu nähern und herauszuarbeiten, worauf er mit dieser und jener Szene verweist, was dieses und jenes Bild oder Element zum Ausdruck bringen möchte (und dazu darf es dem Zuschauer eben nicht fingerdick auf das Brot geschmiert werden), das gibt mir viel mehr und ist für mich viel erfüllender als zwei Stunden lang gedankenlos irgendeinem oberflächlichen Unterhaltungsfilm zu folgen.
  11. Genial! Ein kleines Meisterwerk. Nicht nur ist das Video in der Tat sehr lustig, es legt auch auf intelligente und raffinierte Art und Weise offen, was bei einer Grütze wie diesem Film alles falsch läuft.
  12. Nun ja, wahrscheinlich ist das Spiel gar nicht mal schlecht, allerdings wirkt es auf mich wie eine Discount-Version von "Life is Strange". Mit der fehlenden Sprachausgabe und der weit entfernten Kameraperspektive sieht es auch eher wie ein Spiel aus, das ich mir auf einem Nintendo-Handheld besser vorstellen könnte. Vielleicht schieße ich mir das mal in einem Sale, aber 25 Euro ist es mir nicht wert. Da warte ich lieber auf "Life is Strange: True Colors" sowie vor allem die Remaster-Versionen von "Life is Strange" und "Life is Strange: Beyond the Storm" und genieße diese Meisterwerke nochmal in überarbeiteter Qualität.
  13. Als ich den ersten Trailer zu "Black Widow" gesehen habe, war ich ziemlich gehyped auf den Film. Das ist aber auch schon eine Weile her Mittlerweile kann ich damit bzw. dem MCU generell, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr viel anfangen, obwohl ich es einmal richtig gern mochte. Aber wenn man darüber nachdenkt: Zu wenig Substanz, zu viel knallbuntes CGI-Krachbumm. In der Zeit, in der ich Filme noch größtenteils als reines Unterhaltungsmedium wahrgenommen habe, war das völlig okay und hat sogar Spaß gemacht und ich schließe auch nicht aus, mal wieder den einen oder anderen älteren MCU-Film anzusehen. Insgesamt habe ich dem aber glaube ich so ziemlich den Rücken gekehrt und "Black Widow" werde ich mir wohl gar nicht mehr ansehen. Vielleicht irgendwann, wenn ich ganz viel Zeit und Langeweile habe Aber wenn ich über Geschichten wie das MCU oder Fast and the Furious etc. nachdenke, kommt mir mittlerweile immer der Gedanke: Warum sich solch einen oberflächlichen Action-Unterhaltungsfilm ansehen, wenn man in der gleichen Zeit eine wahre Filmperle (beispielsweise einen Tarantino, Scorsese, Nolan, Hitchcock etc.) ansehen kann? Mein Geschmack ist da mittlerweile einfach kultivierter geworden, würde ich sagen.
  14. Ich gehöre vermutlich zu den wenigen, die das zumindest nicht schlecht bzw. potenziell sogar ganz interessant finden. Die Frage war ohnehin, wo man mit der Reihe hingehen hätte sollen. Viele Fans wünschen sich ja schon länger mal wieder ein AC im Stile der ersten Spiele, da hätte ich auch absolut nichts dagegen, aber es erschien mir auch nie realistisch, dass so etwas kommt. Zur Alternative, also den seit "Origins" eingeschlagenen Open World-RPG-Weg weiterzuverfolgen, kann ich sagen, dass mir das nach wie vor Spaß macht, sich das Prinzip aber nach drei Spielen gefühlt auch ein wenig festfährt. Insofern: Auf zu neuen Ufern und mal sehen, was so kommt. Ein reines Online-Service-Game muss jetzt auch nicht per se schlecht werden, und gerade wenn verschiedene Szenarien mit inbegriffen sein sollen, hat man vielleicht die Chance, mehrere Spieler zufriedenzustellen.
×
×
  • Neu erstellen...